Casinos Austria fürchten sich vor Spielautomatenbetreibern
Mittwoch, 4. November 2009
Casag buhlt um Konzession für Spielautomatenhallen und geht gegen Konkurrenten mit gezieltem Lobbying vor. In einem internen Strategiepapier, das dem WirtschaftsBlatt vorliegt, geht die Casag von massiven Bedrohungen aus, weil das Glücksspielgesetz novelliert wird und noch dazu die zwölf Lizenzen für Spielcasinos ab 2012 neu vergeben werden. Letztere gehören derzeit ausschließlich der Casag.
Außerdem sieht die Novelle eine eigene Konzession für Spielhallenbetreiber vor. Sollte diese etwa an den Konkurrenten Novomatic gehen, sei bei der Casag immerhin noch ein positives Betriebsergebnis in Österreich von €34,2 Millionen zu erzielen. Die Rechnung geht aber nur dann auf, wenn für die Spielstätten der Casag zumindest ein Gebietsschutz von zehn Kilometern besteht und das Automatenspiel in Tirol und Vorarlberg weiterhin verboten bleibt. Im schlimmsten anzunehmenden Fall drehe das Betriebsergebnis kräftig ins Minus - und zwar auf einen Verlust von bis „€37,4 Millionen". Das gilt dann etwa schon, wenn der Gebietsschutz auf fünf Kilomter reduziert und das Automatenspiel landesweit erlaubt wird.
Laut einer Konkurrenzanalyse stuft die Casag die Novomatic als stärksten Mitbewerber um die Konzessionen ein. Gefolgt von der slowenischen Hotel- und Casinogruppe HIT, die zusammen mit Novomatic einen grenznahen Casino-Standort in Slowenien etabliert. An dritter Stelle findet sich der Onlineglücksspielanbieter Bwin.
|
|
Verwandte News
|
|
|