Lizenzvergabe in Österreich läßt Casinos zittern
Dienstag, 10. November 2009
Die Neufassung zum Glücksspielgesetz liegt noch immer im Finanzministerium. Die Juristen beschäftigen sich mit einer Neuauflage, weil dem illegalen Glücksspiel, also nicht angemeldeten oder nicht erlaubten Automaten, ein Riegel vorgeschoben und Zutrittsbeschränkungen eingeführt werden sollen. Doch die Casinos Austria, der heimische Quasi-Monopolist, zittern nun, daß womöglich auch andere Bereiche aufgeschnürt und angetastet werden.
Die Casinos Austria halten derzeit alle zwölf Konzessionen für das große Glücksspiel: In ihren bundesweit verstreuten Casinos dürfen sie Tischspiele wie Roulette, Kartenspiele und Automaten anbieten. Sechs der Lizenzen laufen 2012 aus und müssen dementsprechend neu vergeben werden.
2012 dürfen sich erstmals Unternehmen aus anderen EU-Staaten um eine Lizenz bemühen, nachdem der bisherige Passus, daß sich nur Inlandsunternehmen bewerben dürfen, EU-rechtswidrig ist. Dasselbe gilt für die Lotterielizenz, die ebenfalls 2012 neu vergeben wird.
2008 haben die Casinos 517 Millionen Euro an Steuern und Abgaben in Österreich entrichtet. Der Betrag ist im Wesentlichen vom Umsatz abhängig, der 2009 krisenbedingt um rund 4 Prozent sinken wird.
|