Bricht in Spanien bald der „Lottostreik“ aus?
Mittwoch, 18. November 2009
Im Rahmen der geplanten Privatisierung des Lotterieverkaufs haben die spanischen Lottohändler unter anderem Streiks angekündigt. Jeder, der schon einmal in Spanien im Urlaub war, der kennt auch die Händler der Lose für die spanischen Lotterien. Oft handelt es sich um kleine, fliegende Lotto-Händler, die mit ihrem Bauchladen am Strand entlang laufen und versuchen den Einheimischen und den Touristen ihre Lotterielose zu verkaufen. Doch, das Lottogeschäft in Spanien ist derzeit etwas in der Krise und die Zeichen stehen auf Lottostreik.
Zum ersten Mal in der über 100 Jahre alten Geschichte der spanischen Lotterie soll es beim Verkauf der Lotterielose nun Veränderungen geben, die den spanischen Händlern überhaupt nicht schmecken und die sie dazu motivieren einen Lottostreik anzuzetteln.
Es wird bestrebt die Genehmigungen zum Verkauf von Lotterielosen nicht mehr als staatliche Lizenzen erteilt werden, sondern unter privatrechtlichen Bedingungen herausgegeben werden. Die Lottoverkäufer in Spanien fürchten, dass damit großen Unternehmen die Türen geöffnet werden, in den Markt einzusteigen: Bedingungen unter denen viele kleine Lotterieverkäufer sicher nur schwer mit großen Unternehmen mithalten könnten.
Die geplanten Änderungen beim spanischen Lotterieverkauf führt zu regelrechten Existenzängsten bei den spanischen Lottoverkäufern. Werden die Bedingungen nicht wieder geändert, so drohen die Lotterieverkäufer in Spanien mit Streik.
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