Kings Casino wegen umstrittenem Grundstückserwerb vor Gericht in Ungarn
Montag, 23. November 2009
Ungarns staatliche Vermögensverwaltung will nun auf gerichtlichem Wege versuchen einen umstrittenen Vetrag über einen Landtausch für ein gigantisches Casino am Velence See annullieren zu lassen. Das Resort- und Casinoprojekt "King's City" umfaßt eine Investition von rund €1 Milliarden.
Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss wird sich mit der Affäre um die Vergabe von Grundstücken für das Projekt am Velence See in Ungarn beschäftigen. Die Grundstücke in und um Sukoró wurden vom Ehemaligen Chef der staatlichen Vermögensveraltung in einem Tauschgeschäft an einen Investor verscherbelt, wobei die Umstände nicht nur darauf schließen lassen, dass der Staat wieder einmal den Kürzeren gezogen hat, sondern auch Amtsmissbrauch und eventuelle Korruption im Spiel waren.
Umstritten ist nicht nur Art, Umfang, Lage und Sinn eines solchen Megaprojektes am noch naturnahen Velence See, sondern vor allem die Art und Weise wie der Investor an das Grundstück gekommen ist. Er hatte es mit der Vermögensverwaltung gegen andere Grundstücke, entlang einer geplanten Straße, getauscht, die sich "im Nachhinein" allerdings als viel weniger wert herausstellten.
Über die Affäre war der Chef der Staatsbehörde gestolpert, er wurde fristlos entlassen. Der Versuch einer gütlichen Einigung mit dem Hauptinvestor Yoav Blum über eine Nachzahlung der in Frage stehenden Differenz scheiterte. Die Wertdifferenz beträgt in etwa 2 Mio EUR. Außerdem stellte sich mittlerweile heraus, dass der Staat zum Bau der Straße nur ein sehr kleines Stück des Blumschen Besitzes benötigt hätte.
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