EU sucht neue Wege für die Sicherheit beim Online Poker
Freitag, 5. März 2010
Es ist ein Traum von der großen weiten Welt, ohne Grenzen und ohne unterschiedliche Gesetzmäßigkeiten aber ist der auch realistisch? Es ist ein grenzenloser Online Poker dem sich EU-Kommissar Michel Barnier stellt - sein Ziel: mehr Transparenz und ein Nenner. Ein Nenner für Online Poker, egal wo sich der Spieler befindet, egal aus welchem Land der Anbieter ist. Eine Art EU-Lizenz, für Spieler in ganz Europa. Ein Plan der ganz im Geist des globalen Zeitalters steht.
Michel Barnier heißt der neue EU-Kommissar für den Binnenmarkt, ist ehemaliger Außenminister Frankreichs und ist mit der Zuständigkeit für „Regionalpolitik" bis 2004 auch als EU-Kommissar erprobt. Er gilt als konservativ und ehrgeizig, ein Spross der Elite-Hochschulen entstammt und im letzten Jahrzehnt überwiegend wichtige politische Ämter belegt hat. Sein Plan im Bezug auf Online Glücksspiel sorgt innerhalb der EU für Überraschung.
Am 11. Februar wurde im Europaparlament, auf Antrag von Michel Barnier, über Ziele und Wege des Online Glücksspiels gesprochen. Wie können allgemeine Regelungen geschaffen werden. Natürlich war eines der Hauptaugenmerke Geldwäsche und Zugang von Minderjährigen. Wie kann das kontrolliert werden? Die Monopole können bei dieser Problematik auch keine Abhilfe leisten.
Fakt ist - das Online Glücksspiel und/oder das Online Poker Geschäft wächst, aber die Rechtslage ist pro Land unterschiedlich definiert. Ein Spießrutenlauf für Anbieter und Kunden. Mit einem „Grünbuch" soll nun der Sache auf den Grund gegangen werden. Schon bis Ende des Jahres sollen die Erhebungen dafür abgeschlossen sein.
Das „Grünbuch“ ist ein Diskussions-Dokument, daß sich einem speziellen Thema widmet. Es gilt dadurch politische Ziele in Gang zu setzen.
Laut einer Pressemitteilung der EU macht die europäische Glücksspielindustrie einen Umsatz von €70 Milliarden pro Jahr. Ein hübsches Sümmchen, von dem sich der europäische Fiskus gutes Geld abzweigen könnte.
Wenn hier also von Grenzenlosigkeit die Rede ist, so scheint es ein nicht so ganz uneigennütziger Gedanke zu sein.
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