Russisches Verbot ist gut für Poker
Donnerstag, 2. Juli 2009
Das drakonische russische Verbot für Glücksspiele in den großen Städten Rußlands, das diese Woche in Kraft getreten ist, wirft laut Bericht der Zeitung "The Telegraph" einige interessante Fragen bezüglich einer Anomalie konträr zur normalerweise scharfen russischen Rechtsprechung auf.
In dem Bericht heißt es weiterhin, daß viele russische Unternehmen eine Neugestaltung ihrer Casinos zu Poker-Clubs erwägen. Durch eine Eigenart des russischen Rechts wird Poker offiziell als Sport und nicht als Glücksspiel anerkannt.
Es ist nicht bekannt wie lange die russische Regierung diese Gesetzeslücke bestehen lassen wird. Laut Angaben der Glücksspielbetreiber können durch das generelle Verbot jedoch bis zu 400 000 Arbeitsplätze vernichtetet werden –was wohl einen nicht ganz unbeträchtlichen Schaden für die schon angeschlagene russische Volkswirtschaft bedeuten könnte.
Die für die Umsetzung des Glückspielverbotes gebildete Sondereinheit ist seit dem Beginn der Verbotsfrist am 1. Juli für die Implementierung des Verbotes in der Region Moskau verantwortlich. Die Informationen wurde laut Aussagen der Sprecherin für die Regierung der Stadt Moskau, Maria Sokolova, der RIA-Novosti Nachrichtenagentur mitgeteilt.
Ab dem 1. Juli Kasino dürfen Kasinos nur in vier abgelegenen Regionen der Russischen Föderation, von denen jedes mindestens 1.000 km (600 Meilen) von Moskau entfernt ist, betrieben werden.
Es ist zu erwarten, daß das neue Glücksspielgesetz die die größten Auswirkungen auf die Region Moskaus hat, das insgesamt 524 Casinos und Spielhallen hat. Weiterhin ist auch der Raum Sankt Petersburg betroffen, der insgeasmt 109 etablierte Spielhallen hat.
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