Israelische Behörden lassen Onlinecasino auffliegen
Sonntag, 13. September 2009
Die israelische Zeitung „Haaretz“ berichtet, daß eine ehemaliger Vertreter einer Modellagentur und zwei seiner Komplizen wegen des Betriebes eines Onlinecasinos letzte Woche verhaftet wurden. Gleichzeitig wurde jedoch schon Kritik laut über die Rechtmäßigkeit des Verfahrens gegen die Angeklagten.
Asi Vaknin wurde als einer der Hauptverdächtigen benannt; die Namen seiner Komplizen wurden mit Naftali Goldman und Yonatan Grimberg angegeben die von der Polizei der „International und Serious Crimes Division“ festgenommen wurden.
Alle drei werden der Geldwäsche verdächtigt, sowie ein weiterer Anklagepunkt gegen Vaknin, der laut Angaben der Staatsanwaltschaft Dritte bedroht hatte. Die drei Männer wurden auf Kaution bis zu einem späteren Erscheinen vor Gericht dieser Woche freigelassen. Laut Aussage des zuständigen Untersuchungsrichters werden weitere Beweise für eine Anklage der Tatverdächtigen benötigt.
Haaretz berichtet weiterhin, daß die Polizei Vaknin mehrere Stunden lang von der „International and Serious Crimes Unit „ in Lod verhört wurde – der Angeklagte beharrte jedoch auf sein Recht zu schweigen.
Am vergangenen Freitag morgen erschienen die drei Untersuchungshäftlinge zur mündlichen Verhandlung vor dem Richter Esther Nachlieli-Khayat beim Amtsgericht in Rishon Letzion.
Während der Anhörung wurden die Anwälte der Verdächtigen, Sasi Gez und Sharon Nahari, befragt ob das Unternehmen legal sei oder sich nicht wesentlich von anderen Internetglücksspielseiten unterscheidet. Im Zeitungsbericht von Haaretz wird Gez mit folgenden Worten zitiert
„Das in Frage gestellte Unternehmen besitzt Lizenzen für seine Tätigkeiten. Alles ist öffentlich und transparent. Warum also die Eile mit der die Verhaftungen durchgeführt wurden?“, bat Gez die Polizeivertreter diese Frage zu beantworteten.
Der Richter äußerte auch Zweifel, ob Vaknin wirklich gegen das Gesetz verstoßen hatte.
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