Glücksspiel spült Geldsegen in die leeren Staatssäckel
Sonntag, 27. September 2009
Immer mehr Staaten versuchen, durch Glücksspiele ihre Kassen aufzufüllen, heißt es vom steirischen Spieleproduzenten Atronic. Meist geschehe das über "Video Lotterie Terminals", so der Geschäftsführer Gerhard Burda.
Atronic ist in ein weltweites Firmengeflecht eingebettet und bekommt so auch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise stark zu spüren. Einerseits investieren vor allem nordamerikanische Casinos weniger, weil die Menschen weniger Geld zum Spielen haben; andererseits sind aber immer mehr Regierungen Kunden - sie versuchen, über das Glücksspiel mit so genannten "Video Lotterie Terminals" ihre leeren Kassen zu füllen.
Dies bestätigt auch der Präsident von Atronic, Gerhard Burda: "Man sieht ganz klar, dass es in Nordamerika, Osteuropa und zeitweise auch in Europa ein verstärktes Interesse gibt."
Die Lizenzen für diese Terminals seien vorab zu bezahlen, so Burda weiter. "Wenn ich heute so ein Gerät aufstellen möchte, dann muss ich die Lizenzgebühr bezahlen. Damit kriegt der Staat schnell Geld in die Kasse; ich kann die Lizenzgebühr aber erst über die nächsten Jahre zurückverdienen."
Das so genannte "verantwortungsvolle Spielen" sei auch einem großen Auftraggeber von Atronic, den Casinos Austria, wichtig, sagt deren Chef, Karl Stoss: "Das ist deshalb so wichtig, weil das Glücksspiel eine sehr schwierige Branche ist, weil man natürlich immer so zwischen Vergnügen und Sucht schwankt."
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